Am 11.April war es nun endlich soweit. Zwar nicht der Auftakt des Sächsischen Offroadcup, sondern ein anderes 3h Enduro in Maasdorf bei Bad Liebenwerda. Das sollte aber nicht weniger anspruchsvoll werden. Von Chemnitz bis Berlin waren zahlreiche Fahrer angereist. Insgesamt 136 bei den großen und 76 in der Simson-Klasse.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite als pünktlich 12.00 Uhr der Startschuss über die Wiese hallte. Ich startete in der 2 Takt- und Ken in der Seniorenklasse. Nach den üblichen Rangeleien der ersten Runde konnten wir uns frei entfalten und fuhren konstant unsere Runden. Das Schlammloch musste man ab der 8. Runde meiden, da sich dort schon einige festgefahren hatten. Aber es gab ja zum Glück eine Umfahrung. Auf der verlor man zwar eine halbe Minute, die ist aber kein Vergleich zum Motorradbergen im Schlamm. Alles lief perfekt bis sich Ken bei einem Sturz das Bein verdrehte und nun mit viel Schmerz im Knie unterwegs war. Nach einer kleinen Pause biss er sich noch mal einige Runden durch, musste dann aber leider das Bike abstellen. Bei mir verlief der Bodenkontakt, dank Sand, schmerzfrei. Beim Boxenstop wurde ich von Ken unseren Frauen und den Kindern betreut. Das tanken ging dermaßen schnell, daß ich gegenüber anderen dort viel Zeit gut gemacht habe. Am Ende wurden wir mit Platz 14 für mich und Platz 23 für Ken belohnt. Mehr als wir eigentlich erwartet hatten. Durch die extrem hohe Leistungsdichte bei diesem Event hatten wir es bis jetzt noch nie geschafft dort unter die ersten 20 zu kommen.
Erfreuliches gibt es auch noch aus dem Vorfeld des Rennens zu berichten. Als die deutsche Meisterschaft am 5. April zu Gast in Dahlen war, bekam ich einen Sponsoringvertrag mit der Firma Metzeler Motorradreifen. Auf diese Zusammenarbeit freue ich mich sehr, da wir ohnehin schon seit langem zuverlässig mit diesem Material unterwegs sind.
Als nächstes schauen wir auf den 3. Mai, an dem der Saisonstart unserer eigentlichen Meisterschaft in Kemmlitz bei Mügeln stattfinden wird. Ich denke wir sind ganz gut aufgestellt, aber die Konkurrenz schläft bekanntlich auch nicht.
Marco Spiller